Ullswater


James Travis / GB / 1958


AFSReg.Nr.
1148
Tubus
grün gestreift, lang, weiß
Sepalen
breit und lang, kreppartig, weiß
Korolle/Petalen
gefüllt, klares Mittelblau, purpurn verblühend
Staubgefäße
rosa
Stempel
weiß
Laub
ausgeprägt gezähnt, lang und spitz, mittelgrün
Wuchs
aufrecht und buschig

Wer - wie ich - eine ausgesprochene Vorliebe für Fuchsien mit weiß-blauen Blüten hat,und im Laufe der Jahre einige der wirklich wunderschönen Pflanzen ausprobieren konnte,wird mir gewiss zustimmen,dass die meisten außerordentlich anspruchsvoll in der Kultur sind. Man braucht den berühmten "grünen Daumen",oder anders ausgedrückt,eine gute Portion Einfühlungsvermögen,um diesen "Schönen" alles recht zu machen. Prallsonnige Standorte lieben sie absolut nicht. Der Versuchung,sie in zu große Töpfe zu pflanzen,muss man eisern widerstehen,um der größten Gefahr,dem "Vergießen",zu begegnen. Am besten halten wir diese Fuchsien vorsichtshalber immer ein wenig nach der trockenen Seite. Das bis hierher Gesagte trifft auf alle mir bekannten weiß-blauen Cultivare mit großen starkgefüllten Blüten zu. die einfach- oder halbgefüllt blühenden Fuchsien dieser Farbkombination wie 'Cameron Ryle','Preston Guild','Marin Glow' oder die ganz neue zauberhafte 'Carlisle Bells' sind problemlos zu kultivieren. Das Besondere an 'Ullswater' sind der straff aufrechte Wuchs und die feste Substanz der Blätter,die selten unter Schädlingsbefall zu leiden haben. Die stark gefüllte,sehr kompakte Blüte bleibt relativ lange frisch und wird nicht flatterig. 'Ullswater' kann als großer,dekorativer Busch oder auch als Hochstamm gezogen werden,denn sie ist,was mich immer wieder von neuem überrascht,keineswegs heikel. Der englische Züchter James Travis hat in Preston,im schönen Lake-Distrikt,im Nordwesten Englands gelebt. So hat er viele seiner Züchtungen nach den Seen seiner Heimat benannt,wie z. B. 'Buttermere','Windermere' und eben auch 'Ullswater'. Er war passionierter Fuchsiengärtner. 40 Züchtungen,von 1951 bis 1981 entstanden,sind von ihm bekannt. Seine Tochter Susan Travis hält diese Tradition mit 'Grasmere' aufrecht.
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