Hildegard Tausch
Eine reichblühende Fuchsie,die ohne Blühpause bleibt. Durch die Vielzahl der Blüten hängen die Zweige. Sie überwintert gut und ist insgesamt sehr pflegeleicht.
Winston Churchill
‘Winston Churchill’ ist eine der „alten“ Sorten,die sich sicher immer wieder durchsetzen. Sie ist –man kann sagen- verschwenderisch reichblühend und eine Augenweide. Sie macht kaum Blühpausen. Man sagt,sie sei nicht immer gut zu überwintern,wir hatten allerdings noch keine Probleme damit,und sie gehört schon sehr lange zu unserem Sortiment. Mir persönlich gefällt diese Farbkombination sehr gut,dieses schöne Rosa mit dem fast lavendelblauen Röckchen und den rosa-roten Farbtupfern darin.
White Spider
‚White Spider’ gehört zu den von Frau Gerda Manthey in ihrem Buch empfohlenen Ampelfuchsien,da sie starkwüchsig ist und ziemlich ausladend wächst.So ganz „White“ ist diese Fuchsie allerdings nicht,da der Kelch sich rosa färbt auch wenn diese Pflanze im Schatten wächst. Wie viele andere Fuchsien auch,kommen die Blüten von ’White Spider’ an einem Hochstamm am besten zur Geltung. Wie viele weiße Fuchsien – ein echter Hingucker. Die Stecklingsvermehrung macht wenig Probleme,vor allem,wenn die Stecklinge im Frühjahr gezogen werden.
Riccartonii
Ich vermisse „meine“ ‘Riccartonii‘ sehr. Sie hat viele Jahre den Winter durchgehalten und wurde von Jahr zu Jahr ein dichterer Busch. Es versetzte mich immer wieder in Erstaunen,wie schnell diese Fuchsie aus dem Winterschlaf erwachte und anfing,ihren Busch aufzubauen,der wie gesagt,jedes Jahr höher und dichter wurde. Sie blühte überreich schon sehr früh,d. h. Ende Juni kamen die ersten Blüten.Im starken Frost im Jan./Febr. 2012 ist sie leider erfroren. ‘Riccartonii‘ wird oft fälschlich als F. riccartonii benannt,das stimmt aber lt. älterer Literatur nicht. In Riccarton bei Edinburgh in Schottland ist sie aus dem Samen von ‘Globosa‘ x F. macrostemma entstanden. Eine Hybride also.Sie wird als besonders wüchsig und winterhart beschrieben,was ich nur bestätigen kann. Sehr auffallend sind die roten Stängel,was mir besonders gut gefallen hat. Und das kleine Laub sieht aus wie mit Bronce überzogen. Dieser Busch ‚‘Riccartonii‘ war ein Hingucker in unserem winterharten Fuchsienbeet. Sie blühte überreich und auch schon sehr früh. Die Blüten haben ein kräftiges Rot und leuchten vor dunklem Hintergrund. Eine winterharte Fuchsie,die ich nur empfehlen kann.
Nicis Findling
Vor einigen Jahren hat die Tochter von Meta und Hermann Ermel diese kleine Fuchsie unter dem Treibhaustisch gefunden. Seitdem heißt sie 'Nicis Findling'.Eine Sorte,die sich sehr gut bewährt,sonnenverträglich ist sie auch,wie die meisten Fuchsien mit orangefarbenen Blüten.Nur kann man hier leider keine Eltern angeben,aber da ist . ’Nickis Findling’ nicht einzige Schönheit,die so entstanden ist.
Margaret
’Margaret’ – eine winterharte wunderschöne Fuchsie. Sie hat eine Blütenform,die ihresgleichen sucht,wie das Foto deutlich zeigt. Die Eltern: F. magellanice var. molinae x ‚Heritage’.Sie gehört zu den Sorten,die hohe Büsche nach einer Anwachszeit von ca,zwei Jahren bilden können,wenn sie genug Platz und Sonne haben. Sie verzweigt sich selbst und lässt sich auch leicht vermehren.In dem ehemaligen Freizeitgarten „Finkenrech“ hatte sie 16 Jahre überlebt,und ist dort wie viele andere Winterharten zu einem mächtigen Busch geworden. Die Winterharten frieren zwar immer bis auf die Erde zurück,aber je kräftiger und größer der Wurzelballen wird,umso stärker treibt die Fuchsie wieder aus.
Madame Cornelissen
’Madame Cornelissen’ gehört ebenfalls zu den alten „Damen“ in der Fuchsienwelt,immerhin eine Züchtung des belgischen Fuchsienzüchters Cornelissen von 1860,die sich bis heute als winterharte Fuchsie bei uns Fuchsienfreunden bestens bewährt hat.Ihr Wuchs ist aufrecht und buschig,und im „Winterharten Beet“ mit ihrer Leuchtkraft,die nun mal rotweiße Fuchsien besitzen,ein echter Hingucker. Hinzu kommt,dass sie sich ebenfalls gerne selbst verzweigt. Wir können aus dieser Sorte wunderschöne Kniestämmchen ziehen,die jeder Besucher des Gartens bewundern wird. In Unserem Freizeitgarten Finkenrecht hat sie 16 lange Winterjahre hervorragend überlebt. Sie ist zwar nicht zu einem so großen Busch geworden wie die Magellanica-Sorten und -Arten,aber sie war treu und kam immer wieder.Diese Sorte brauche ich nicht zu empfehlen,das tut sie von selbst.
Lydia Götz
’Lydia Götz’ ist eine stark aufrecht wachsende Fuchsie. Daher für eine Ampel weniger geeignet,eher zur Kübelbepflanzung. Sie gehört zu den schon alten Sorten und wird sich immer wieder behaupten. Als Beetsorte ist sie sehr geeignet,da sie klein und buschig bleibt. Daher nimmt man sie auch gerne als Grabbepflanzung. Ein Hochstämmchen von dieser Sorte habe ich leider noch nicht gesehen,es wäre doch mal auszuprobieren. Ich könnte mir hier schon ein Kniestämmchen mit einer kugeligen Krone gut vorstellen.Von der ’Henriette Ernst’ hat sie das schöne Blau der Korolle und von der ’Beacon’,die wir ja alle kennen,den sehr starken Wuchs und auch die Blühfreudigkeit. Blühpausen kennt sie meiner Meinung nach nicht. Eine gute Mischung – wie ich finde.
Leonora
‚Leonora’ ist eine Fuchsiensorte,die sehr schnell ihre Freunde findet. Diese anmutige Glockenform,die einigen Fuchsien zu eigen ist,ist sehr ansprechend,fast elegant.’Leonora’ ist auch eine reich blühende Fuchsie,wie so viele einfach blühenden Sorten auch. Sie verzweigt sich leicht,man sollte aber trotzdem entspitzen. Sie wächst aufrecht und durch ihre Verzweigung recht buschig. ‚Leonora’ macht auf Anfängern kaum Schwierigkeiten. Weiche Stecklinge bewurzeln schnell.Eine Sorte,die ich nicht nur wegen den schönen Rosatönen und der eleganten Glockenform nur empfehlen kann.
Lavaglut
’Lavaglut’ ist eine Fuchsie mit ganz besonderen Farbintensitäten. Der Name musste unserem Karl Strümper spontan eingefallen sein,als er diesen Sämling zum Blühen brachte. Ich kann mir sein Erstaunen gut vorstellen,denn diese Farbkombination ist wirklich ungewöhnlich. Eine Feuer von roten Farben,die man mit einer Lavaglut vergleichen kann. Karl Strümper hat viele besondere Fuchsien hervorgebracht,aber hier ist ihm meiner Meinung nach ein Meisterwerk gelungen.
Lauchefeld
'Lauchefeld' ist eine Fuchsienzüchtung von Olga Schär,1997,Schweiz. Sie besticht durch ihre klare Blütenform in kräftigen Lachs-Orangefarben. Die Sepalen sind etwas heller Lachs-Orange mit dunklen orangefarbenen Streifen,sie sind schön geschwungen aufgebogen. Die Korolle ist klar geformt,die Petalen schön ordentlich leicht aufgebogen, einfach eine schöne klare Blütenform.Die Farbe ist eigentlich nicht ganz leicht zu beschreiben .- mehr lachsrosa oder lachsorange. Es kommt sicher auf den Standort an. Da unsere ausgepflanzt in der Sonne steht,ist sie mehr orangefarben...’Lauchefeld’ ist eine Fuchsie,die sich fast alles gefallen lässt, sie wächst zu einem Busch und auch zu kräftigen Hochstämmchen. Als Ampelpflanze scheint sie nicht geeignet. Wir viele dieser einfach blühenden Fuchsien ist sie leicht zu vermehren. Da wir auch zu den Fuchsienfreunden gehören,die kaum einen Steckling wegwerfen können,haben wir von ’Lauchefeld’ schon viele kräftige Jungpflanzen verschenken können. Sie gehört zu den Sorten,von denen wir uns sicher nicht trennen werden. Auch Anfänger können damit keine Fehler machen.Wir haben sie schon einige Jahre auch über den Winter gebracht,und dementsprechend sieht sie auch aus. Sie ist groß und kräftig geworden,beim Entspitzen darf man nicht zimperlich sein. Um so schöner,buschiger wird sie. Vor dunklem Hintergrund,wie z. B. Buchsbaum oder Tujahecken ist sie ein wahrer Blickpunkt. ’Lauchefeld’ wird oft mit der ’Barbara’ verwechselt. Die Ähnlichkeit ist vorhanden.Olga Schär benannte ihre Fuchsien nach Landschaften in ihrer Umgebung,Und Hans Eggenberger teilte mir mit,dass die Lauche ein Bach ist,der durch den Ort führt und Lauchefeld eben ein Feld,durch den der Bach fließt.
Lady Thumb
’Lady Thumb’ ist wieder mal eine Sorte,die aus einem Sport entstanden ist,aus einem Sport von ‘Tom Thumb’. Sie wächst sehr gut,wie auch ‘Tom Thumb’,die Elternpflanze. Sie verzweigt sich leicht und ist im Fuchsienbeet im Garten ein Hingucker. Sie wird nicht besonders groß,bleibt ein „Zwerg“ unter den Winterharten,aber es lohnt sich,sich mit ihr mal anzufreunden. Was sie noch benötigt,ist ein etwas geschützter Platz.Wenn aus einer ‘Tom Thumb’ ein Ästchen mit weißen Blüten erscheint,was immer mal wieder vorkommen kann,dann hat man auch die ‘Lady Thumb’
La Campanella
Als wir unsere erste Ausstellung im Deutsch-Französischen Garten in Saarbrücken ausrichteten,hatte Klara Baum am Tag vorher ein Auto voller Fuchsien zu uns in den Garten gebracht. Einige Ampeln von 'La Campanella' haben die Ausstellung zwar noch erreicht,aber mit einem "VERKAUFT"-Schild. Sie kamen wieder hier in den Garten und zum Nachbarn. Für uns war das damals eine außergewöhnliche Blütenpracht,die sich hier offenbarte,und das ist sie auch heute noch. Wer kleinblumige,reichblühende Fuchsien liebt,wird hier zugreifen. Die Fuchsien sehen sehr optimistisch aus,verbreiten –ich will nicht übertreiben- pure Lebensfreude.Sie ist etwas schwierig in der Überwinterung,man sollte sich im Herbst Stecklinge nehmen. Da uns mit den verholzten Stecklingen im Herbst nicht immer alles so gelingt,schneiden wir von den Sorten,die wir im Herbst vermehren wollen,einen Zweig (oder zwei) etwas zurück und lassen ihn neu austreiben. Diese weichen Stecklinge nehmen wir dann zur Vermehrung. Das funktioniert fast immer. Der Name ist treffend.
Indian Maid
’Indian Maid’ gehörte zu meinen allerersten Fuchsien. Ich hatte sie mir bestellt,weil mir der Name so gut gefiel,wie sie aussah,davon hatte ich noch keine Ahnung. Die wunderschöne Blüte war dann auch eine große freudige Überraschung. Dieses Indianermädchen hat sehr viele Vorzüge. Nicht mehr zu übertreffen ist diese Farbenpracht und auch der Blütenreichtum. Noch zu erwähnen ist,dass sie zu den hängenden Fuchsien gehört,aber ein Kniestämmchen von ’Indian Maid’ lässt keine Wünsche offen. Man wird seine Freude daran haben.Die Kultur ist ebenfalls denkbar einfach,Stecklinge bewurzeln leicht. Mittlerweile gibt es schon einige Fuchsien mehr in dieser Farbenzusammenstellung,aber das sollte uns nicht hindern,’Indian Maid’ in die Sammlung aufzunehmen,wenn man sie nicht schon hat. Eine Bereichung ist sie allemal.
Hollys Beauty
’Hollys Beauty’ war in dem Sortiment einer Fuchsienversandgärtnerei aufgeführt,wir hatten uns hier mal das angebotene Sortiment bestellt,und da war ’Hollys Beauty’ darunter. Eine Fuchsienschönheit – orchideengleich. Diese zarte Pastellfarben wirken auf jeden Fuchsienbetrachter,es gibt sicher einige Fuchsien,die fast die gleiche Farben aufweisen.Aber nun zur Sache,bevor ich weiter schwärme:Der Wuchs ist hängend,also eine Fuchsie für Ampeln geeignet. Auch hier mussten meine kleinen Astgabeln herhalten,die wunderschönen gefüllten Blüten sind schwer. Sie lässt sich auch als Busch im Topf ziehen,Wie so viele gefüllte Fuchsien braucht sie ihre – aber eigentlich recht kurze- Blühpausen,um neue Blütenpracht aufzubauen.
Hidcote Beauty
Als ich ’Hidcote Beauty’ auf einer Ausstellung in Holland das erste Mal gesehen habe,war es ganz klar: die musste ich haben. Den Satz kennen ja sicher viele Fuchsienfreunde. Die klare pastellfarbene Blüte,die mehr lachs als rosa ist,erinnert an eine Fuchsie aus Porzellan,dazu gehören auch der cremfarbene Tubus und die Sepalen. Sie gefällt auch vielen Besuchern unseres Gartens. Man könnte sie fast bescheiden nennen,trotzdem ist sie sehr vornehm und so sieht sie auch aus. Eine sehr empfehlenswerte Sorte. Auch die Stecklinge,aus frischen Austrieben im Frühling gezogen,bewurzeln leicht. Blühpausen sind ihr unbekannt,wenn: dann sind sie relativ kurz. Aber einfach blühende Fuchsienschönheiten kennen sowieso wenig Blühpausen. Wir haben sie schon viele Jahre.
Genii
’Genii’ ist eine absolut winterharte Fuchsie,ich mag sie besonders wegen des schönen goldgelben Laubes mit der roten Aderung,aber auch die klaren Blütenfarben und die Blütenform sind nicht zu verachten. Die Sepalen sind leuchtend rot,die Korolle ist blauviolett gefärbt,an der Basis befinden sich kurze rote Streifen. Der Stempel ist sehr lang und rot. Die Staubfäden bleiben ziemlich kurz und die Pollen sind ebenfalls dunkelrot. Die Internodien leuchten rot durch das gelbgrüne Laub. Sie verzweigt sich sehr gut.’Genii’ gehört zu meinen besten und liebsten winterharten Fuchsien. Sie wird nicht überreich groß,bleibt ein schöner kleiner Busch und kommt jedes Jahr treu und brav wieder. Der Busch wird zwar breiter,kräftiger aber nicht unbedingt höher,etwa 80 cm bis 1 m. Ich kann jedem,der winterharte Fuchsien mal testen oder damit anfangen will,’Genii’ nur empfehlen.Sie ist übrigens die Fuchsie unseres Freundeskreises Saar-Pfalz.
Frosted Flame
Frosted Flame' ist eine Fuchsie,die wir schon lange in unserer Sammlung haben. Die Sepalen haben einen etwas dunkleren Rand und orangefarbene Adern. Die Blüte ist einfach. Sie ist reichblühend und macht nur – wenn überhaupt - kurze Pausen. Die weißen Sepalen sind sehr elegant hochgeschlagen. Die Blütenpracht der leuchtenden Blüten ist so groß,das sie das Laub fast verdecken. ’Frosted Flame’ verzweigt sich gerne selbst,aber vom Entspitzen sollte man sie nicht verschonen. Ihr lockerer Wuchs ist aufrecht oder etwas hängend. Diese Sorte kann ich nur empfehlen.
Evensong
’Evensong’ ist eine der schönsten weißen Fuchsien. Die Knospe ist länglich,dick mit grünen Spitzen,an der Basis rosafarbene kleine Streifen,die wie Sternchen über der Knospe angebracht sind.Die Sepalen sind sehr hoch geschlagen und drehen sich über dem Tubus zu Spiralen,daher ist die Korolle ganz frei. Diese hat eine schöne Glockenform und ist schneeweiß. Wenn sie einen Standort in gefiltertem Licht hat,also keine direkte Sonneneinwirkung,bleibt sie lange weiß. Wir hatten sie mal einige Zeit in unserem Sortiment,aber leider ist sie verschwunden. ’Evensong’ ist leicht zu vermehren,was bei anderen weißen Fuchsien gar nicht so normal ist.Eine Bereicherung für Liebhaber weißer Fuchsien ist sie allemal.
Empress of Prussia
’Empress of Prussia’ ist wieder mal eine alte Sorte,die schon mehr als 100 Jahre “auf dem Buckel” hat. Das beweist immer wieder,das Qualität sich durchsetzt,Die Korolle ist halbgefüllt mit rot geaderten Petalen,die sich von Rot nach Violett verfärben. Die Ränder der Sepalen sind etwas dunkler. Dies ist wieder eine Sorte,die keine Blühpausen kennt,sie blüht sehr reich und lang anhaltend. Durch ihre eigene Verzweigung entsteht ein aufrechter buschiger Wuchs. Es sollte aber trotzdem gut entspitzt werden,um eine schöne Form zu erhalten. Ein Hochstamm von ’Empress of Prussia’ kann ebenfalls sehr alt werden.Es ist schade,dass man von so alten Sorten die Elterteile kaum kennt. Vielleicht kann jemand hier helfen?