f. regia ssp. reitzii
Die F. regia ssp. reitzii gehört zu den winterharten Fuchsien. Sie ist allerdings nichts für kleine Gärten,denn sie kann sehr lange Triebe bekommen und wird teils auch recht ausufernd. In milden Gegenden friert sie nicht einmal zurück und treibt munter aus dem alten Holz wieder aus. So kann sie auch eine Höhe von fast 4 Metern erreichen und auch fast 3m breit werden. Solch große Exemplare findet man allerdings eher in milderen Lagen in Irland oder Südfrankreich und sind bei einem durchschnittlichen mitteleuropäischen Winter bei uns nicht zu erwarten. Bei Temperaturen unter -10 Grad friert sie komplett zurück und treibt im Frühjahr aus den Wurzeln wieder aus,erreicht so aber auch eine Höhe von ca. 1,50 m. Testpflanzungen haben ergeben,dass sie Temperaturen bis -20 Grad locker übersteht. Nicht selten kommt es vor,dass man bei einem milden Herbst bis nach Weihnachten noch Blüten findet,was sie sehr wertvoll für Bienen- und Hummeln als Nahrungslieferant macht. Auch leichte Nachtfröste scheinen ihr wenig auszumachen,wenn alle anderen ausgepflanzten Fuchsien schon braun sind,strahlt sie noch mit ihren leuchtenden Blüten im Beet. ( entnommen aus Fuchsienkurier 3-2017 )
Fuzzi
’Fuzzi’ ist eine eigentlich aufrecht wachsende Sorte. Durch ihren Blütenreichtum und ihre großen Blüten geht sie aber schnell in einen hängenden Wuchs über. Diese Sorte gehört nicht unbedingt zu den leicht zu handhabenden Sorten,aber hat man erstmal einen halbschattigen und wind-geschützten Platz gefunden,hat man sehr viel Freude an ihr.
Fuji-san
Starkwüchsig,aufrecht,sparrig,darum oft entspitzen,vorzugsweise mehrere Stecklinge zusammen pflanzen,um einen verzweigten Busch zu erzielen. Verträgt volle Sonne und ist unempfindlich gegen Krankheiten und Schädlinge. Von Liebhabern besonders geschätzt wegen Form und Farbe der Blüte.
Fuchsia venusta
Fuchsia venusta ist in Kolumbien und Venezuela beheimatet. Dort wächst sie im Regenwald der Kordilleren vorwiegend an den Waldrändern,vereinzelt auch im Dickicht oder an Flussufern in einer Höhe von 1800 bis 2700 m. Aufrechter Strauch mit flexiblen Zweigen,1 bis 3 m hoch oder als Liane kletternd bis 10 m Höhe.Junge Zweige 2 bis 6 mm dick,weinrot,feinbehaart. Blätter gegenständig oder dreizählig,an der Oberseite glänzend dunkelgrün,an der Unterseite heller,Nerven schwach behaart,ganzrandig,elliptisch bis abgerundet an der Basis,oben sehr zugespitzt,5 bis 11 cm lang,1,5 bis 4,5 cm breit. Blattstiele 4 bis 10 mm lang,weinrot. Die Blüten stehen einzeln in den oberen Blattachseln und als mehrblütige Traube am Ende der Triebe. Fruchtknoten oval bis elliptisch,4 bis 8 mm lang,2 bis 3 mm dick. Tubus trichterförmig,35 bis 60 mm lang,unten 2,5 bis 3 mm breit,leuchtend orangerot,grün in der Knospe,der untere Teil innen filzig behaart,waagerecht ausgestellt,14 bis 30 mm lang,4 bis 7 mm breit. Petalen orange bis orangerot,leicht gewellt,sehr spitz,15 bis 22 mm lang,3 bis 6 mm breit. Staubfäden hellrot,10 bis 15 mm und 8 bis 11 mm lang. Fruchtbeere länglich-halbrund,8 bis 20 mm lang,6 bis 10 mm dick,grün bis purpur,Chromosomenzahl n = 11. F. venusta gehört zweifellos zu den schönsten Wildfuchsien. Sie wird von mehreren Gärtnereien angeboten.
Fuchsia tillettiana
Fuchsia tillettiana gehört zu den Knollenfuchsien (Hemsleyella). Und wenn ich den Sortenlisten unserer Wildfuchsiengruppe glauben muss, ist meine die einzige in den Niederlanden. Das sagt etwas über die Schwierigkeit der Kultur aus. Die Blüten sind sehr faszinierend wegen ihrer zurückgeschlagenen Kelchblätter. Den ganzen Sommer ist sie nur grün. Im Winter halte ich sie trocken,so dass sie ihr Laub verliert. Und bevor sie im Frühjahr wieder grün wird blüht sie (aber leider nicht jedes Jahr). Aber wenn sie blüht,ist das einfach wunderbar!
Fuchsia perscandens
Fuchsia perscandens ist eine neuseeländische Fuchsie. Zu erkennen am blauen Pollen.F.perscandens ist kletternd oder kriechend. Die Blüten selbst sind nicht sehr auffällig und bilden sich nach den Laubabwurf.Ich ziehe meine F.perscandens wie die F.procumbens in einer Ampel. F.perscandens mag keinen vollsonnigen Standort.Nach den heißen Sommern hat F.perscandens ihre Sommerruhe Ende September beendet und im Oktober begonnen Knospen zu bilden,erneut im Februar/März.Diese zweimalige Blüte erhöht die Attraktivität dieser Pflanze. Aber über die Sommermonate bleibt es eine wenig beeindruckende Pflanze.
Fuchsia magellanica var. riccartonii
Diese Species ist eigentlich eine Sorte,weil sie aus dem Samen von F.globosa etwa um 1830 von dem damals sehr bekannten Pflanzenfreund und Gärtner James Young gezüchtet wurde. Er lebte und arbeitete in Riccarton nahe Edingurgh,wo ein wohlhabender Adeliger einen großen und sehr schönen Garten besaß. Daher kommt auch der Name für diese Fuchsie.F.mag.var. Riccartonii ist wohl eine der bekanntesten Fuchsien,sie bildet Hecken,die bis zu 3m hoch werden können. Dazu braucht sie aber das passende Klima: Feuchtigkeit,Regen und ziemlich gleich bleibende Temperaturen wie im südlichsten Teil von Südamerika,ihrer eigentlichen Heimat. Das alles findet sie in Irland. Dort gedeiht sie prächtig und ist ein Anziehungspunkt für viele Blumenfreunde. Auch wir Fuchsienfreunde waren schon dort und waren von den riesigen Hecken begeistert. Bei uns ist sie als ganz besonders winterhart bekannt und beliebt. Leider bekommt man nur selten die richtige Sorte,weil sie leicht mit der f.mag.var.gracilis zu verwechseln ist.
Fuchsia fulgens var. rubra grandiflora
Diese Varietät der Art F. fulgens ist eine Pflanze für Kenner und Liebhaber. Entweder man mag sie,dann ist man begeistert von der Schönheit der eleganten Blüten,die zu den längsten im ganzen Genus gehören,oder man findet die großen,etwas groben Blätter und den asymmetrischen Wuchs störend. Die trompetenförmigen Blüten erscheinen in dichten Trauben am Ende der Triebe wie bei den Triphylla Hybriden. Mit diesen hat die Pflanze auch die gute Sonnenverträglichkeit und den größeren Wärmebedarf bei der Überwinterung gemeinsam (10 - 12 C). Typisch für F. fulgens und ihre Varietäten ist der knollig verdickte Wurzelstock und der oft sehr späte Austrieb nach der Winterruhe. Treibt sie aber endlich doch wieder aus,ist das junge,bernsteinüberhauchte Laub eine weitere Zierde. Die Pflanze in eine ansprechende Form zu bringen,ist nicht einfach. Selten treiben nach dem entspitzen zwei einander gegenüberliegende Augen gleichzeitig aus. Entspitzen müssen wir aber dennoch,um möglichst viele Blüten zu bekommen. Die grünen Spitzen an den Sepalen vieler Fuchsiencultivare werden übrigens auf das Erbgut der F. fulgens zurückgeführt. Diese 1828 von de Condolle nach Europa eingeführte Species aus Mexiko wurde damals als "Aristokrat unter den Fuchsien" beschrieben und viel zur Züchtung neuer Sorten verwendet.
Fuchsia cestroides
Diese Art von der Hemsleyella-Sektion ist noch nicht so lange in Europa. Aus den Knollen kommen viele Triebe,die sich schlecht verzweigen. Am Ende dieser Triebe enstehen schon in Januar kleine Trauben kleiner Knospen. Bis zur Blüte dauert es aber noch bis April/Mai. Sie sind nicht groß,ungefähr 2,5 cm,und haben eine schöne Pastellfarbe,wahrscheinlich weil sie im Gewächshaus nicht so viel Licht haben wie draußen. Über Sommer hat man leider nur Laub,denn alle Knollenfuchsienblühen nur am Ende des Winters im Gewächshaus.
Fuchsia brevilobis
F.brevilobis kommt aus Brasilien,besonders aus dem Umland von Sao Paulo und wächst ab 900m Seehöhe. Die Äste können 6-8m lang werden,wenn sie Bäume als Stütze finden,wachsen sie wie Lianen aufrecht. Die Blätter kommen aus den oberen Blattachseln an 2-3cm langen Stielen. Die Blüte beginnt etwas später,hält aber sehr lange. Ich pinziere meine Pflanze,weil ich ihr zu wenig Platz bieten kann. Sie verträgt es sehr gut und wird ein üppiger Strauch
Fuchsia apetala
F.apetala gibt es kaum zu kaufen,nur einige ganz besondere Kenner der Wildarten besitzen sie,so wie alle Arten der Sektion Hemsleyella hat auch f.apetala keine Korolle,das Wort apetala heißt auch "ohne Petalen". Mein Wissen über diese Art stammt aus Büchern,gesehen habe ich nur einmal eine kleine Pflanze und die hat nicht geblüht. F.apetala stellt auch Ansprüche,die nicht leicht zu erfüllen sind. Sie wächst in ihrer Heimat kriechend oder auch epiphytisch auf feuchten Baumstämmen. Sie kann Wurzeln haben,aber auch Knollen oder verdickte Stämme. Es gibt zwei Arten,die sich durch die Länge der Röhren unterscheiden.
Fuchsia andrei
Von F.andrei weiß man noch nicht viel, weil es verschiedene Pflanzen aus verschiedenen Gegenden gibt, die auch verschiedene Merkmale haben. Sie kommt aus Süd-Ecuador und Nord-Peru und wurde in 1800 - 3000m Seehöhe gefunden. In feuchten Wäldern und Gebüschen gedeiht sie am besten.
Fuchsglöckle
Diese schöne Sorte wurde 2001 in Wemding getauft. Sie wächst sehr schön in einer Saison,ist jedoch etwas heikel bei der Überwinterung. Zu kalt,zu feucht bekommt ihr nicht.
Fuchisa magellanica var. alba
Winterharte Fuchsien im Rhein-Main-Gebiet. -"F.mag. var. alba" Als Jungpflanze im Herbst 2010 in den Garten eingepflanzt. Der Neuaustrieb begann im zeitigen Frühjahr. Bis Mai `11 hatte die Pflanze eine Größe von einem Quadratmeter in überhängender Form mit den ersten Knospenansätzen. Ohne Dünger und ohne Schädlinge blüht die Fuchsie jetzt im September immer noch üppig. Standort ist der Vorgarten an einem luftigen Jägerzaun nord-östlicher Hausseite. Die Pflanze war über die Wintermonate nicht abgedeckt. Die Frosttage lagen bei maximal -10o an einigen Tagen,aber auch lange Zeit Dauerfrost unter -100. Die Blüten sind an diesem Standort zartrosa,während sie auf derSüdseite des Hauses im Topf weiß sind.Text: Ilse Blumör, Beschreibung: Romann Kuszewski aus "Genus Fuchsia"
Frozen Tears
Bei dieser Sorte handelt es sich um eine hängend wachsende und reich blühende Fuchsie,die recht schnell eine komplette Ampel ausfüllt. Stecklinge bewurzeln problemlosUnd auch an die Überwinterung stellt sie keine besonderen Ansprüche.
Frosted Flame
Frosted Flame' ist eine Fuchsie,die wir schon lange in unserer Sammlung haben. Die Sepalen haben einen etwas dunkleren Rand und orangefarbene Adern. Die Blüte ist einfach. Sie ist reichblühend und macht nur – wenn überhaupt - kurze Pausen. Die weißen Sepalen sind sehr elegant hochgeschlagen. Die Blütenpracht der leuchtenden Blüten ist so groß,das sie das Laub fast verdecken. ’Frosted Flame’ verzweigt sich gerne selbst,aber vom Entspitzen sollte man sie nicht verschonen. Ihr lockerer Wuchs ist aufrecht oder etwas hängend. Diese Sorte kann ich nur empfehlen.