Eurofuchsia Denmark 2007
Die Sorte wächst hängend,hat große gefüllte Blüten mit weißen Sepalen und einer mauvefarbenden Korolle. Es gibt nicht viele Fuchsien in dieser Farbkombination und dies führt zu einem guten Wiedererkennungswert. Bei mir wird sie im Halbschatten als Ampelpflanze kultiviert,aber ich habe zusätzlich auch ein Stämmchen gezogen,weil mir die Farbkombination gut gefällt. Bei der Pflege gibt es m.E. keine Besonderheiten zu beachten.
Ernst Naschke
Am Karfreitag,10. April 2009 entdeckte ich erste Austriebe meiner Winterharten.Besonders erfreulich war der Austrieb bei der neuen Sorte ‘Ernst Naschke‘. Sie wurde im August 2008 in Papenburg während der internationalen Fuchsienschau im Park von Herrn Ernst Naschke in seinem Beisein getauft. Züchter ist unser DFG Mitglied Hartwig Schütt. Als sogenannter "Ungläubiger Thomas" war ich nicht sicher ob diese Züchtung winterhart ist. Sie ist es,treibt aus allen Trieben,auch den Oberirdischen aus. Sie war nicht abgedeckt und das bei Temperaturen am Boden von -13° Celsius. Gepflanzt wurde die Sorte im Sommer 2007
Empress of Prussia
’Empress of Prussia’ ist wieder mal eine alte Sorte,die schon mehr als 100 Jahre “auf dem Buckel” hat. Das beweist immer wieder,das Qualität sich durchsetzt,Die Korolle ist halbgefüllt mit rot geaderten Petalen,die sich von Rot nach Violett verfärben. Die Ränder der Sepalen sind etwas dunkler. Dies ist wieder eine Sorte,die keine Blühpausen kennt,sie blüht sehr reich und lang anhaltend. Durch ihre eigene Verzweigung entsteht ein aufrechter buschiger Wuchs. Es sollte aber trotzdem gut entspitzt werden,um eine schöne Form zu erhalten. Ein Hochstamm von ’Empress of Prussia’ kann ebenfalls sehr alt werden.Es ist schade,dass man von so alten Sorten die Elterteile kaum kennt. Vielleicht kann jemand hier helfen?
Elzbieta
Elsbieta' zeigt einen guten Wuchs und blüht sehr reich. Da sie aber schnell verholzt sollte sie früh entspitzt werden.
El Camino
El Camino' gehört zu den ältesten Fuchsien in meiner Sammlung.Sie wächst langsam und buschig. Das Laub ist klein und ledrig. Die Blütensind groß und gefüllt. Ausgepflanzt ist sie,bei guter Ernährung,ein Blickfang.Der Wasserbedarf ist -selbst ausgepflanzt -sehr hoch. Mangel quittiertsie mit ausbleibender Blüte. Wenn die Temperaturen im September zurück gehen,startet sie noch einmal durch. Dann kann es passieren,daß man sie voll blühend aus dem Beet graben muß.Die Überwinterung ist unproblematisch. Stecklinge macht man am Besten im Frühjahr vom frischen Trieb.Empfindlich gegen Schädlinge ist die Sorte überhaupt nicht.Wer mit den genannten Nachteilen leben kann,hat eine dankbare und langlebige Fuchsie.
Edeltraud Gloßner
Edeltraud Gloßner' ist eine blühfreudige,frühblühende Fuchsie ohne "Macken". Stecklinge gehen gut an. Ältere Pflanzen sind über und über mit Blüten.
Eisfuchs
Eisfuchs blüht reich ohne Blühpause bis zum Frost. Die Blüte ist größer als bei F. magellanica. Die auffällige rote Farbe der Blüte ist sicher ein Erbteil von ’Kwintet’. Der Wuchs ist aufrecht. Sie macht lange Triebe,darum ist mehrmaliges entspitzen,das heißt ausbrechen der jungen Triebspitzen,dringend notwendig. Nach Aussage des Züchters ist die Sorte winterhart. Der Wuchs im ausgepflanzten Zustand ist buschig und von der Basis gut verzweigt.
Erki
Erki bereichert das große Sortiment der weiß gefüllt blühenden Fuchsien. Sie nimmt zwar keine Ausnahmestellung ein,doch ist ihr Gesamtbild sehr ansprechend.Die Blüten sitzen über der kompakt überhängend wachsenden Pflanze.Wuchs,Blattform und Laub bilden mit der weithin leuchtenden creme weißen Blüte eine vollkommene Harmonie. Erki sollte jeder Liebhaber weißgefüllter Fuchsien in seiner Sammlung haben.
Elisabeth Schnedl
’Elisabeth Schnedl’ hat auffallend kräftige Farben,ist leicht zu vermehren und bevorzugt gefiltertes Licht. Sie sollte entspitzt werden,um einen buschigeren Wuchs zu bekommen.
Erika Frohmann
Erika Frohmann' trägt den Namen unserer langjährigen Redakteurin desFUCHSIENKURIERS. Die Pflanze ist vielseitig verwendbar. Besonders kommt sie zur Geltung,wenn mehrere Jungpflanzen in eine Ampel gesetzt werden. Ihre gefüllten großen weiß-violetten Blüten stehen besonders hervor und haben eine enorme Leuchtkraft. Wie viele andere Fuchsien liebt auch 'Erika Frohmann' eher den Halbschatten und ist das ganze Jahr mit geringen Düngergaben zufrieden. Als Hochstamm gezogen sollten die Seitentriebe rechtzeitig eingekürzt werden,damit diese nicht durch das Gewicht der Blüten abbrechen. Fazit: 'Erika Frohmann' ist eine Bereicherung des Liebhabersortiments und lässt sich auch problemlos überwintern.
Elenor Leytham
Für die meisten Fuchsienfreunde bedeutet die erste Begegnung mit 'Eleanor Leytham' Liebe auf den ersten Blick. Der Charme der zierlichen,pastellfarbenen Blüten,die in dichten Trauben am Ende der Triebe stehen,nimmt jeden gefangen. Den aufrechten etwas steifen Wuchs,das runzelige Laub und die kurzen Internodien hat das hübsche Kind von seiner Mutter,der 'Countess of Aberdeen' mitbekommen,leider auch die durch die dichte Belaubung und den kompakten Wuchs bedingte Anfälligkeit für Botrytis. In kühlen,nassen Sommern sollte man dagegen vorbeugend spritzen und unbedingt einen luftigen Standort aussuchen. Im Sommer einen Steckling an der Pflanze zu finden,ohne ein paar der vielblütigen Trauben zu opfern,ist nahezu unmöglich. Man vermehrt darum am besten im zeitigen Frühjahr mit ganz jungen weichen Stecklingen.
Elfriede Ott
Elfriede Ott' wird zu den Triphylla-Hybriden gezählt, obwohl sie von der Mutter 'Koralle' nur noch einen geringen Anteil Erbgut von F. triphylla enthalten kann. Das eher kleine Laub ist stumpf-olivgrün. Der Wuchs so lax, weshalb man diese Sorte vorteilhaft in Ampeln präsentieren sollte. Die Blüten mit relativ langem aber ungewöhnlich dickem Tubus sind fast uni altrosa, nur die kurze Korolle ist ein wenig dunkler getönt. Eine Besonderheit unter den Triphylla-Hybriden bilden die stark gekräuselten Petalen, die die Blüte auf den ersten Blick gefüllt erscheinen lassen. Bei genauer Untersuchung findet man in der Mehrzahl der Blüten doch nur 4 Petalen, selten 5 oder 6. Die Sorte ist gut sonnenverträglich, hitzebeständig und regenfest und deshalb auch als Beetpflanze im Garten verwendbar. Als tagneutrale Sorte blüht sie unabhängig von der Tageslänge, im Gewächshaus oder Wintergarten auch im Winter. Die Temperatur sollte nicht unter 10 C fallen. 'Elfriede Ott' ist zweifellos die schönste der Züchtungen des Österreichers Karl Nutzinger und die Krönung seiner Arbeit.
Erika Hanisch
Erika Hanisch' stammt aus einer Kreuzung aus 1993, sie ist die einzige,die ich vonmehreren Schwesternsämlingen überwintert habe. Durch ihren zierlichen Wuchs,die glänzenden Blätter und die kleinen Blüten (etwa in der Größe wie ,Vielliebchen') unterschied sie sich deutlich von ihren Geschwistern. Nach dreijähriger Beobachtung ist sie dann auf den Namen unserer ersten Freundeskreisleiterin Frau Erika Hanisch getauft worden. Die Fuchsie ist sehr vital,treibt im Frühjahr aus dem alten Holz und zusätzlich,wie Winterharte,aus dem Wurzelstock aus. Ginge es nur um die Blütenfarbe,würde es keinen Sinn machen,den vielen Rot-blauvioletten noch eine Neue hinzuzufügen. Da es bei der Zucht von neuen Pflanzen jedoch in erster Linie darum geht,gute Eigenschaften der einzelnen Sorten weiter zu vererben und weniger gute auszugleichen oder ganz zu verdrängen,so meine ich,'Erika Hanisch' hat von ihren Eltern jeweils nur die guten Eigenschaften übernommen und sie ideal gepaart. Von der Vaterseite (F. regia ssp. reizii) die Vitalität,Widerstandskraft,den Glanz der Blätter sowie die pausenlose Blühkraft. Von der Mutter 'La Campanella' das kleine Laub und die kurzen Internodien,was zu einem sehr harmonischen,buschigen Wuchs führt. Sechs Stück der kleinen Jungpflanzen entwickelten sich in einer 25 cm Ampel im Laufe eines Sommers zu einem Kugelbusch von über 70 cm Durchmesser. (Siehe auch Züchter Pfefferle: E. Hanisch)